Ahrensburg, 22. Juli 2026 – Die Diskussion um PFAS und die Zukunft fluorierter Löschmittel beschäftigt derzeit viele Unternehmen und Verantwortliche im technischen Brandschutz. Aus diesem Anlass hat die JOB Group ein Webinar zur aktuellen regulatorischen Entwicklung und zur Zukunft von Gaslöschsystemen mit FK-5-1-12 veranstaltet.
Über 50 Teilnehmende informierten sich über den aktuellen Stand der europäischen PFAS-Regulierung und folgten der fachlichen Einordnung durch unseren Kollegen Markus Fiebig, Produktverantwortlicher für E-Bulb und AMFE.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Webinar
- Uneingeschränkte Legalität: Systeme mit FK-5-1-12 (wie AMFE und E-Bulb) dürfen aktuell völlig uneingeschränkt geplant, installiert, betrieben und gewartet werden. Alle VdS, UL und TÜV Produktzertifikate behalten ihre volle Gültigkeit.
- Garantierter Investitionsschutz: Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) sieht für den Brandschutz sehr lange Übergangsfristen vor (voraussichtlich bis zu 12 Jahre).
- Rechtlicher Bestandsschutz: Für bereits installierte Systeme gilt ein umfassender Bestandsschutz bis zum Ende ihrer regulären Lebensdauer (ca. 10 Jahre). Es besteht keine Rückbaupflicht.
- Differenziertes Umweltprofil: FK-5-1-12 besitzt ein Treibhauspotenzial (GWP) von unter 1, ist ozonunschädlich. Im Normalbetrieb ist das Löschmittel hermetisch und emissionsfrei eingeschlossen.
Die hohe Beteiligung und der intensive Austausch haben gezeigt, wie relevant das Thema aktuell ist. Viele Unternehmen stehen vor der Frage, ob ihre bestehenden Feuerlöschsysteme betroffen sind, wie sicher bereits getätigte Investitionen sind und ob neue Objektlöschanlagen mit FK-5-1-12 weiterhin sinnvoll eingesetzt werden können.
Mehr Klarheit statt Unsicherheit
Im Webinar wurde deutlich: FK-5-1-12 steht nicht unmittelbar vor dem Aus. Für viele Anwendungen, insbesondere beim Schutz sensibler elektrischer und elektronischer Komponenten, bietet der Einsatz von AMFE-Systemen weiterhin eine zuverlässige und platzsparende Lösung. Die Systeme schützen Schaltschränke und technische Einrichtungen direkt am Entstehungsort eines Brandes. Das gasförmige Löschmittel arbeitet rückstandsfrei, ist nicht leitfähig und verursacht keine zusätzlichen Schäden an der geschützten Elektronik.
